August 2003 > weniger arbeiten > Bergtour

Bergauf? Bergab!
Von Katja Schwarz
 

Wandern ist gesund und macht Spaß, und neben dem schönen Effekt, sich an der frischen Luft ganz intensiv den eigenen Gedanken oder den begleitenden Personen widmen zu können, führt es zu prächtigen Ausblicken von Berges Höhen.
Doch nicht immer kann frau sich aufraffen, steile Gipfel zu erklimmen. Wie wäre es also mit einer Tour den Berg hinunter?

Ran an den Berg müssen wir in jedem Fall: Wir fahren von München nach Bad Tölz, zur Talstation der Blomberg-Bahn. Von hier aus können wir bequem mit dem Sessellift nach oben fahren. Für Eltern und Kinder besteht die Möglichkeit, an der Mittelstation auszusteigen, um die Sommerrodelbahn zu benutzen. Diese sieht vom Lift aus betrachtet jedoch nicht besonders spannend aus und verschandelt im Grunde nur die Landschaft.

Wir fahren bis zur Bergstation, und nach einer halben Stunde Fußweg durch den Wald und am Blomberghaus vorbei beginnt der einzig anstrengende Teil des Tages: Wir steigen auf den Zwiesel. Das dauert aber nicht lange: Spätestens nach einer halben Stunde stehen wir am Gipfelkreuz und haben eine weite Sicht auf viele Berge und Seen und den blauen Alpendunst über dem Isarwinkel.

Von nun an geht’s bergab! Über die Wiese zur Straße hinunter und am Kamm entlang bis zur Gassenhoferalm, dann am Waldrücken hinab bis zur Moaralm und schließlich durch den Wald bis zur Waldherralm. Hier gibt es kühle Buttermilch, frischen Kuchen und herzhafte Brotzeiten. Während der Mittagszeit herrscht oft reger Betrieb, denn die Waldherralm ist gut mit dem Auto zu erreichen – und es gibt viele Ausflügler, die noch fauler sind als wir!

Nach der Rast geht es am Fuße des Blombergs zurück zum Parkplatz. Wir kommen an der Pestkappelle vorbei und gehen anschließend ein Stück über die wenig befahrene Straße. Dass auch das Abwärtsgehen anstrengend ist, merken wir spätestens jetzt auf ebener Strecke, wo unsere Knie nicht mehr so belastet werden.

Sobald wir auf den Wegweiser in Richtung Talstation treffen, verlassen wir die Straße und gelangen über einen Feldweg zwischen Pferdekoppeln zu unserem Ausgangspunkt.

War doch gar nicht so schlimm, oder? Wenn wir etwas besser im Training sind, erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad. Entweder verzichten wir auf den Sessellift und gehen direkt von der Talstation durch den Wald hinauf bis zum Gipfel.
Oder wir machen die Tour anders herum: Von der Waldherralm steigen wir über die Schnaiteralm bis auf den Zwiesel und gehen anschließend an Blomberghaus und Liftstation vorbei über die Wackersberger Alm bis zum Heigelkopf. Von hier geht es über einen Waldhang steil bergab bis auf den Blombergweg, der in den Anstiegsweg oberhalb der Waldherralm mündet und uns zurück führt.


Details
»   Anfahrt
Über die A8 München-Salzburg bis Ausfahrt Holzkirchen und weiter auf der Bundesstraße 13 und 472 bis nach Bad Tölz. An der Talstation der Blomberg-Bahn (ausgeschildert) gibt es einen großen Parkplatz und eine Bushaltestelle.

 
» Strecke
Von der Bergstation bis auf den Zwiesel ca. 45 min., von dort bis zur Waldherralm ca. 75 min., zurück zum Parkplatz ca. 60 min. Insgesamt ca. 3 Stunden auf Forstwirtschaftsstraßen und Bergpfaden. Anstieg ca. 250 m, Abstieg ca. 800 m.
 
Links
Ortsinformation mit Tourismus- und Freizeittipps
www.bad-toelz.de

Berggasthof Blomberghaus
www.blomberghaus.de
 
Autorin
Katja Schwarz
Kontakt: katja.schwarz@ mediella.de