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Business Lounge für Geschäftsfrauen - Empfehlen Sie sich weiter!
Von Regina Kogler
 
Am 17. Juni treffen sich zum dritten Mal Unternehmerinnen im Ottobrunner Wolf-Ferrari-Haus, um neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Die Initiatorinnen und Organisatorinnen Gabriele Donath, Martina Freyer, Belen Mercedes Mündemann und - seit Mai neu im Team - Judy Brose nennen ihre Veranstaltung Frauen Business Lounge, Kontaktmesse für Selbständige und Geschäftsfrauen. Wenn der Erfolg anhält, soll sie regelmäßig alle drei Monate stattfinden.

Das Prinzip der Frauen Business Lounge ist einfach.
Jeder Gast bekommt ein Schild mit Namen und Tätigkeitsfeld. An Pinnwänden werden die Profile der Teilnehmerinnen zusammen mit einem Visitenkartenfach angeheftet. Die Steckbriefe sind auf ein DIN A4-Blatt begrenzt und geben, entsprechend den Vorgaben der Veranstalterinnen, Auskunft über Kontaktdaten, Geschäftsidee, Zielgruppen sowie gewünschte Kooperationspartnerinnen. Die Teilnehmerinnen können sich Notizen zu den einzelnen Unternehmerinnen machen, Visitenkarten mitnehmen oder ihre eigenen dort abgeben.

Die Steckbriefe selbst können, wie eine Teilnehmerin der letzten Business Lounge bedauerte, nicht mitgenommen werden und sind auch nicht auf der Internetsite nachzulesen.

Es gibt zusätzlich Platz für rund zwanzig Informationstische. Eine Liste dieser Ausstellerinnen ist auf der Internetsite veröffentlicht. Sie gibt nach Auskunft von Gabriele Donath in gewissem Sinne auch einen repräsentativen Einblick in die Teilnehmerzusammensetzung der beiden ersten Veranstaltungen, wenn auch nicht alle schon so professionell aufgestellt seien.

Eingeladen sind "alle aktiven Netzwerkerinnen, Geschäftsfrauen, Selbstständige und solche, die es werden wollen".
Bei der letzten Veranstaltung im März waren 90 Teilnehmerinnen angemeldet, 60 davon mit Steckbrief. Selektiert wird nicht. Auch Männer sind nicht explizit ausgeschlossen.

Jede Frau kann ihr persönliches Empfehlungs-Netzwerk aufbauen.
Wer erwartet, mit konkreten Aufträgen nach Hause zu gehen, wird vermutlich enttäuscht werden. Das Hauptziel der Veranstaltung kann unter dem Begriff Empfehlungsmarketing zusammengefaßt werden. "Viele Geschäftsfrauen haben leider noch nicht begriffen, was sich unter diesem Zauberwort verbirgt," beklagt Gabriele Donath. Sie schwärmt über das riesige Empfehlungspotential, das an einem Abend zusammenkommt und wünscht sich, dass ihre Gäste mit der Überlegung auf andere zugehen Wie kann ich jemanden vor Ort unterstützen und wie kann ich mich selbst unterstützen lassen.

Der Netzwerkabend bietet vielfältige Kontaktchancen zu potentiellen Kundinnen und Kooperationspartnerinnen.
Im Unterschied zu vereinsähnlichen Netzwerken kann die Frauen Business Lounge nur einen Erstkontakt bieten - aber dafür in sehr kompakter Form. Über die Steckbriefe, Präsentationen und Infostände können die Kontakte herausgefiltert werden, die für das eigene Geschäft interessant erscheinen. Der Abend selbst ist Anlass genug, auch noch in den darauffolgenden Tagen anzurufen und ein Treffen zu vereinbaren.

Damit nicht allein nach herkömmlichen Brancheneinteilungen sortiert wird und Konkurrentinnen nicht unmittelbar nebeneinander platziert sind, erfolgt die Anordnung der Steckbriefe alphabetisch. Durch diese Anordnung soll der Blick auf ganz neue Kooperationenschancen gefördert werden - "kreativer Zufall", wie die Organisatorin dies beschreibt.

Im Münchner Umland besteht Nachholbedarf.
Gabriele Donath beklagt, dass sich fast alle Netzwerk-Angebote in München zentrieren und Frauen außerhalb Münchens allzuleicht ins Hintertreffen geraten. Gerade Mütter aus dem Umland seien zeitlich nicht so flexibel, um regelmäßig zu den festen Netzwerktreffen nach München zu fahren. "Wir wollen eine Klammer zwischen dem Münchner Stadtbereich und dem Landkreis München sowie auch angrenzenden Bezirken bilden." Die Vorteile sieht Gabriele Donath auf beiden Seiten: "Frauen aus München bekommen Kontakte zu Frauen im Landkreis und umgekehrt."

Als Veranstalter des ersten Abends im November 2003 trat noch die Frauenlobby Ottobrunn (Flott e.V.) auf, die sich gezielt an Frauen im Südosten Münchens wendet. Mittlerweile ist der Verein selbst nicht mehr involviert. Außerdem hat sich gezeigt, dass auch aus anderen Regionen Interesse kommt. Vielleicht gibt es bald weitere Ableger, nicht nur die Business Lounge im Münchner Südosten? Die Nachfrage scheint vorhanden zu sein.

"Uns ist wichtig, dass die Veranstaltungen nicht immer nach dem gleichen Strickmuster ablaufen.
Wir wollen den Frauen verschiedene Module anbieten, mit denen jeder Abend neu gestaltet werden kann," betont Gabriele Donath. Das Publikum sollte wechseln und bei jeder Veranstaltung eine neue Mischung an Branchen, Dienstleitungen und Persönlichkeiten zusammentreffen können.

Neben der Vorbereitung und Aufbereitung der Teilnehmerprofile sehen die Veranstalterinnen ihre Aufgabe darin, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Gäste motivieren ins Gespräch zu kommen. "Wir versuchen Kontaktknotenpunkte zu erzeugen," sagt Gabriele Donath. So hatten zum Beispiel bei der letzten Business Lounge im März die Teilnehmerinnen die Chance, sich und ihr Geschäftsmodell in einer Kurzpräsentation vorzustellen. Zwölf Gäste hatten dies auch ganz spontan genutzt.

Für die Juni-Veranstaltung ist ein Schwerpunktthema mit einer Diskussionsrunde geplant:: "Think Big (k)ein weg für Frauen".

Wer es nicht mehr schafft, am 17. Juni dabei zu sein, kann sich schon jetzt auf der Internetsite unverbindlich als Interessentin für die Frauen Business Lounge im Herbst vormerken lassen.
 

Frauen Business Lounge
Termin: 17.06.2004, 18:30-22:30 Uhr
Ort: Wolf-Ferrari-Haus Ottobrunn
Kosten: EUR 15,00 für Teilnahme, inklusive Steckbrief
EUR 30,00 für Ausstellerinnen
Infos und Anmeldung:
www.frauen-business-lounge.de

Im Gespräch mit mediella am 10.05.2004: Gabriele Donath

Interesse an einer Kooperation?
Kontakt: Gabriele Donath

Termine
Anmeldung für Steckbrief: bis 15.06.2004, danach Abendkasse am 17.06.2004 (ohne steckbriefliche Präsentation)
Achtung: Die Anzahl der Ausstellungsplätze ist begrenzt.
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Autorin
Regina Kogler
Kontakt: regina.kogler@ mediella.de