Juni 2003 > weniger arbeiten > Parkspaziergang
 
Ab in den Park
Von Katja Schwarz
 
Zum Beispiel in die Maximilians-Anlagen: Diese erstrecken sich rechts der Isar vom Kabelsteg nahe der Muffathalle über das Maximilianeum und den Friedensengel bis hin zur Max-Joseph-Brücke, über die man in den Englischen Garten gelangt.

Den Fluss auf der einen, die gepflegte Anlage auf der anderen Seite, wandelt man auf dem Hauptweg oder kleineren Pfaden durch die Grünflächen mit dem alten Baumbestand. Viele Wege führen den Hang zum höher liegenden Teil und zur Maria-Theresia Straße hinauf, wobei der Höhenunterschied den Straßenlärm fern hält und den zahlreichen Joggern eine kurzzeitige Erhöhung der Herzfrequenz beschert.

Unterhalb des Bayerischen Landtags an der Maximiliansbrücke stehen nahe der Staustufe einige sonnenbeschienene Bänke. Diese laden wegen der monoton-brausenden Geräuschkulisse zu ungestörten Gedankengängen ein und sind bei schönem Wetter sehr begehrt. Auch die Wiese dahinter hat eine große Anziehungskraft: Lesende breiten hier gerne ihre Decken aus, und abends gesellen sich häufig Picknick-Gäste hinzu.

Nach dem Überqueren von Max-Jospeh- und Tivoli-Brücke gibt es mehrere Möglichkeiten, wenn man seinen Spaziergang etwas verlängern und mit einer Erfrischungs-Pause kombinieren möchte:

Wendet man sich im Englischen Garten nach rechts in Richtung Hirschau, gelangt man nach einer Weile zum Kleinhesseloher See. Hier empfängt das Seehaus seine Besucher mit Biertischen nahe am Wasser. Wenn sich die Sonne im See spiegelt und Touristen und romantisch Verliebte im Tretboot gemeinsam ihre Kreise ziehen, fühlt man sich weit entfernt vom Trubel der Stadt.

Die Sonnenlage und die besondere Atmosphäre in den ersten Tagen des Frühsommers trösten darüber hinweg, im angesagten Biergarten der "Schicki- und Yuppie-Münchner" zu sitzen. Mögen böse Zungen über die Fashion-Addicts mit ihren Designer-Sonnenbrillen lästern - für viele ist gerade die bunte Mischung der Gäste das interessante an diesem Ort, der preislich etwas über dem normalen Münchner Niveau liegt.

Eine schöne Alternative ist die Durchquerung des Englischen Gartens in die andere Richtung, nach Westen am Monopteros vorbei zum Haus der Kunst. Nach der Unterführung gelangt man in den Hofgarten. Auch hier stehen viele Bänke zur Rast bereit, darunter einige in der Nähe der Fontänen, die im Sommer beschaulich plätschern. Mit den Klängen der manchmal im Pavillon spielenden Musiker, dem Stimmengemurmel von den Nachbarbänken und dem Knirschen von Kies unter den Schritten der Spaziergänger entsteht eine reizvolle südländische Kulisse.

Wer mag, schaut den Boule-Spielern zu, schlendert durch die Arkaden an den Auslagen der Galerien vorbei und nimmt im Café Tambosi eine Erfrischung zu sich. Das Café bietet viele Plätze: im lauschigen Schatten des Hofgartens wie auch auf der Sonnenterasse direkt am Odeonsplatz, von wo aus man einen ausgezeichneten Blick auf die Theatinerkirche und die Feldherrenhalle hat. Bei italienischen Kaffee-Spezialitäten lässt sich hier ein ausgesprochen angenehmer Nachmittag verbringen.
 

Details
»   Maximilians-Anlagen
Anfahrt mit MVV/MVG:
Tram 18 "Am Gasteig"
U 4/5 "Max Weber Platz"
Bus 53 "Friedensengel"
 
» Caféhaus Luigi Tambosi am Hofgarten
Odeonsplatz 18
80539 München
Tel: 089. 29 83 22
Öffnungszeiten:
tgl. 08:00 - 1:00
 
» Seehaus
Kleinhesseloher See 2
80802 München-Schwabing
Tel: 089. 381 61 30
Öffnungszeiten:
tgl. 10:00 - 24:00
Autorin
Katja Schwarz
Kontakt: katja.schwarz@ mediella.de