Februar 2004 > mehr wissen > Praktische Browser-Add-ons für die Webentwicklung
 
Praktische Browser-Add-ons für die Webentwicklung
Von Florence Maurice
 

Browser Add-ons rüsten Browser mit zusätzlichen Funktionen aus und es gibt sie für so gut wie alle Browser und alle Zwecke.

Browser Add-on für den Internet Explorer
So lässt sich beispielsweise der Internet Explorer mit der Funktion von Tabbed Browsing ausstatten - d.h. dass mehrere Internetseiten komfortabel über Registerkarten dargestellt werden - oder er lernt das Blocken von Popup-Fenstern. Dafür und für noch vieles mehr gibt es beispielsweise das Browser Add-on MyIE.

Im Folgenden möchte ich aber drei kleine Add-ons für den Mozilla vorstellen, die insbesondere bei der Webentwicklung unschlagbare Dienste leisten, wobei ich jeweils nur ein paar ihrer Funktionen erwähne.

Mozilla Add-ons - Installation
Die Installation eines der im Folgenden beschriebenen Browser Add-ons für den Mozilla geht folgendermaßen: Einfach die gewünschte Datei mit dem Mozilla herunterladen und die Nachfrage, ob sie installiert werden soll, bestätigen. Wenn Sie das Browser Add-On mit einem anderen Browser bereits heruntergeladen haben, brauchen Sie es nur auf ein offenes Mozilla-Fenster zu ziehen, die Rückfrage wiederum bestätigen und damit ist die Installation abgeschlossen. Es versteht sich allerdings von selbst, dass man das natürlich nur bei Dateien machen sollte, von denen man weiß, dass sie aus zuverlässiger Quelle stammen.

Checky
Checky ist ein kleines Tool, das sich nach der Installation als zusätzlicher Punkt in das Kontextmenü einfügt. Es hilft dann bei der Überprüfung der aktuellen Webseite in einem der - inzwischen recht vielen - Validierungstools. Diese sind unterteilt in Rubriken wie HTML/XHTML, CSS, RSS, WAI (Web Accessibility Initiative - Initiative für ein barrierefreies Internet) etc. Zur Überprüfung braucht man nur den gewünschten Punkt auswählen, und gleich darauf öffnet sich ein neuer Reiter / ein neues Tab im Browserfenster mit dem Ergebnis des Tests.
Besonders interessant ist auch die Möglichkeit, sich eine Seite so anzeigen zu lassen, wie sie sich einem farbenblinden Surfer darstellen würde - was ja auch für die Barrierefreiheit ein äußerst wichtiger Punkt ist. Aber dies ist nur eine Option unter insgesamt knapp 50 Überprüfungsmöglichkeiten.

PNH-Toolbar Homepage
Haben Sie sich schon manchmal beim Surfen gefragt, wie eine gelungene Seite eigentlich genau aufgebaut ist? Natürlich kann man den Quelltext ansehen und analysieren, schneller geht es, wenn man die PNH-Toolbar Homepage - ebenfalls für Mozilla - installiert hat. Hier gibt es den Punkt "Outline Blockelements" oder "Outline Tablecells", die einem beim Verstehen der Struktur helfen, indem Blockelemente wie Überschriften und Absätze angezeigt oder Tabellenzellen optisch hervorgehoben werden.

Außerdem ermöglicht die Toolbar, Stylesheets zu deaktivieren oder externe Stylesheets anzuwenden. Damit kann man schnell bei einer Seite ermitteln, welche Formatierungen über HTML und welche über CSS realisiert sind. Erwähnenswert ist ferner die Option, sich die Größe des aktuellen Browserfensters anzeigen zu lassen - auf diese Art kann man schnell ermitteln, ob eine Seite bei einer anderen Auflösung noch benutzbar ist.

Preferences Toolbar
Ebenfalls empfehlenswert ist die Preferences Toolbar für Mozilla. Durch sie kann man viele Konfigurationseinstellungen schnell über Schaltflächen erreichen. So lassen sich mit einem Mausklick Farben, Bilder und JavaScript aktivieren und deaktivieren - ebenfalls wichtige Punkte bei der Überprüfung auf Barrierefreiheit. Ein weiterer Button dient zum raschen Löschen des Cache.

Über eine Drop-Down-Liste kann man darüber hinaus bestimmen, welche Kennung der Browser mitschicken soll. Fordert ein Browser eine Webseite an, sendet er gleichzeitig mit der Anforderung an den Server Informationen über sich selbst. Und was angegeben werden soll, lässt sich hier jetzt einstellen - soll es der Internet Explorer unter Windows sein, Netscape unter Linux oder etwas ganz anderes?
Der letzte Punkt ist aber nicht ein Gag, um Website-Entwickler zu triezen, die ja häufig aufgrund dieser Kennung verschiedene Seiten anbieten, sondern bisweilen essenziell, da manche Seiten für "nicht-konforme" Browser einfach gesperrt sind.
Andererseits sieht man an diesem Beispiel, dass Kennungen, die gesendet werden, nicht unbedingt stimmen. Das gilt in gleicher Weise für die Statistiken, die durch die Auswertung von Logfiles zustande kommen. Vielleicht scheint der Internet Explorer ja nur deswegen so übermächtig, da so viele Leute beim Surfen mit Mozilla oder Opera ihn als Kennung angeben ;-)
 
 

Links und Quellen

Add-ons für den Internet Explorer
MyIE - www.myie2.com

Übersicht über weitere Browser Add-ons für den Internet Explorer
www.misitio.ch

Add-ons für den Mozilla
Checky - checky.mozdev.org

PNH-Toolbar Homepage placenamehere.com

Preferences Toolbar
http://www.xulplanet.com

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Autorin
Florence Maurice
Kontakt: florence.maurice@ mediella.de